Paroles de Der Trommler

Der Trommler ist tot; lag unter der Brücke
im Schotter, die Stöcke noch in seinen Fäusten.
&Gekr hat er sich selber?, das sagt jetzt
sein Lover. Dem gehört in die Eier getreten.
Obwohl vielleicht wir auch Schuld daran haben.
Wir hätten es ahnen müssen, Kurnpane.
Ich höre ihn noch, seine rauhen Schläge,
mit denen er die Gitarren vorantrieb,
die Riffs zerfetzte, Phrasen zerschlug.
Na, und die Gewitter, die er so losließ,
die Soli, wobei die Mähne dem Hexer
wie kupferne Schlangen den Kopf umtanzte.
Doch als er zum Schluß den Takt nicht mehr hielt,
die Becken zersägte, da stoppte ihn niemand.
Ich sehe ihn noch das Tom-Tom zermetzeln.
Beschimpft hat er denn ja auch alles und jeden.
Die Welt war für ihn zum Scheißhaus verkommen.
Ich feixte zu seinen Jereminaden:
Das wäre doch bloß diese Mittelstands-Lyrik,
die Chiffren der Satten fürs eigene Elend.
Und: ?Warum muß denn gleich die Welt untergehen,
wenn?s bloß mit dir selbst bergab und bergab geht??
So redete ich. Ich Arsch überhörte
sein May-Day und jenen Snare-Sound des Todes.
Jetzt muß ich sein Testament vollstrecken.
Vermacht hat er mir nur seine fünf Katzen. im Schlitten gefahren von einhundert Wölfen,
die Milchstraße durch zum Großen Bären,
und schauen, ob noch das Reiterlein glitzert
am Sternenwagen, vorn auf der Deichsel
Ich werde ihn dort im Schneehaus begraben
und auf seiner Brust die Stöcke ihm kreuzen.